Mittel- und Osteuropa ist eine dynamische Region und hat in den vergangenen Jahrzehnten ein beispielloses Wachstum gezeigt. Folglich weist die Region ein enormes Potenzial aufund beheimatet einige der interessantesten und am besten aufgestellten Unternehmen der Welt.
Das lockt Private-Equity-Investoren an, die dieses gut gehütete Geheimnis für sich nutzen und von den Renditechancen der CEE-Region profitieren wollen.
Für diese Untersuchung haben wir 780 auf Mergermarket gemeldete Private-Equity-Deals in Mittel- und Osteuropa (ohne Russland) von 2014 bis Juli 2024 ausgewertet. Dieser Bericht beleuchtet die Private-Equity-Branche in Mittel- und Osteuropa und arbeitet zugleich einige der aufschlussreichsten Erkenntnisse für Gründer heraus, die Kapital von PE-Fonds aufnehmen wollen.
Warum ist CEE ein attraktiver Markt?
Das dynamische Wirtschaftswachstum der CEE-Region, ihre hochqualifizierten Arbeitskräfte und ihr günstiges Kostenniveau machen sie zu einem attraktiven Investitionsstandort. Ihre zunehmende Einbindung in die globalen Märkte macht sie zusammen mit einer ausgeprägten Unternehmerkultur zu einem erstklassigen Ziel für Investitionen und Geschäftsexpansion. Hinzu kommt: Die strategische Lage der Region eröffnet einen einfachen Zugang sowohl zu Westeuropa als auch zu den Schwellenmärkten im Osten.
Attraktive Wachstumsgeschichte: Im vergangenen Jahrzehnt erzielten Mitteleuropa und das Baltikum höhere BIP-Wachstumsraten als die Europäische Union. Die wachsende Wirtschaft der Region ist ein deutliches Zeichen für kräftige Konsumausgaben und eine gute Verbraucherstimmung, also für genau das Umfeld, das Private-Equity-Fonds schätzen.
Der einfache Zugang zum EU-Binnenmarkt ist ein erheblicher Vorteil für Unternehmen in der CEE-Region: Er treibt die Verbrauchernachfrage an und schafft ein innovationsfreundliches Umfeld.
Talentierte und kostengünstige Arbeitskräfte: Der Talentpool in Mittel- und Osteuropa ist auch deshalb besonders, weil bei Gründern der Wunsch wächst, ihr Unternehmen über die Region hinaus zu skalieren. Niedrige Arbeitskosten und eine zugleich wachsende Erwerbsbevölkerung machen Investitionen hier lohnend.
Aufstrebender Technologie-Hub: Vor allem die Tech-Landschaft ist dank der in den letzten Jahren gestiegenen Zahl an Tech-Absolventen beeindruckend schnell gewachsen und hat so die technologische Innovation in Bereichen wie SaaS und IT vorangetrieben.
Getragen von Unternehmergeist haben Gründer und Managementteams in den vergangenen Jahrzehnten oft harte Zeiten durchgestanden, um ihre Unternehmen am Laufen zu halten. Dabei entstand ein tragfähiges Geschäftsmodell, das vom Wirtschaftswachstum der CEE-Region zehrte. Das zentrale Thema ist dabei Wachstum: Ohne Wachstum gäbe es keine Aussicht auf Renditen.
Weitere Informationen zu M&A in Mittel- und Osteuropa finden Sie in unserem umfassenden M&A-in-CEE-Bericht.
Private-Equity-Deals in der CEE-Region
Nach Anzahl der Deals
Die Zahl der Private-Equity-Deals in Mittel- und Osteuropa ist seit der globalen Finanzkrise Jahr für Jahr gestiegen und erreichte 2022 ihren Höhepunkt. 2014 gab es in CEE nur 44 Private-Equity-Deals, 2022 waren es bereits 94.
Die COVID-Pandemie scheint den Dealflow in der CEE-Region zwischen 2020 und 2022 nicht gestört zu haben: Die Bewertungen lagen hier niedriger (wir nennen das den CEE-Discount) und staatliche Stellen stellten Mittel zur Stützung des PE-Ökosystems bereit, was die Lust auf Transaktionen zusätzlich anheizte. Trotz der weltweiten Konjunktureinbrüche hat sich die Region robust gezeigt und die Zahl der Deals gesteigert, ein Beleg für ihr Gewicht in der Investitionslandschaft.
Bis Juli 2024 wurden in Mittel- und Osteuropa 30 PE-Deals abgeschlossen, womit die Region auf Kurs ist, bis zum Jahresende rund 60 Deals abzuschließen.
Nach Land und Sektor
Gemessen an Wirtschaftsleistung und Ressourcen ist Polen das am weitesten entwickelte Land und steht für nahezu ein Drittel aller Private-Equity-Deals in Mittel- und Osteuropa. Seine größere und liquidere Wirtschaft beheimatet mehr Unternehmen und bietet regionalen wie internationalen Investoren damit mehr Ansatzpunkte, um Renditen zu erzielen.
Beim PE-Dealflow liegt Tschechien an zweiter Stelle und hat in den vergangenen sieben Jahren beeindruckend zugelegt. Anders als andere CEE-Länder weisen sowohl Polen als auch Tschechien selbst in schwierigen Jahren nur geringe Schwankungen im Dealflow auf, was ihren höheren Reifegrad bestätigt.
| Nein. | Zielland | # – Angebote | % von insgesamt |
|---|---|---|---|
| 1. | Polen | 261 | 33% |
| 2. | Tschechische Republik | 124 | 16% |
| 3. | Rumänien | 77 | 10% |
| 4. | Estland | 50 | 6% |
| 5. | Litauen | 41 | 5% |
| 6. | Ungarn | 35 | 4% |
| 7. | Slowenien | 33 | 4% |
| 8. | Ukraine | 27 | 3% |
| 9. | Slowakei | 26 | 3% |
| 10. | Kroatien | 26 | 3% |
Alle übrigen Länder Osteuropas sind noch weniger entwickelt, doch insgesamt bleibt die Region robust und bringt alle Voraussetzungen mit, um in ein Unternehmen zu investieren und es zu skalieren, genau danach suchen PE-Fonds.
Die grenzüberschreitende Integration ist ein wichtiger Trend in der Private-Equity-Landschaft der Region und zeigt, welches Konsolidierungspotenzial in grenzüberschreitenden Deals steckt. Die kleineren Unternehmen der Region bilden einen stark fragmentierten Markt, der reif für eine solche Konsolidierung ist, gerade angesichts sich wandelnder Marktbedingungen und geopolitischer Herausforderungen.
Die Konsumgüterbranche bleibt für PE-Fonds das attraktivste Investitionsfeld in CEE. Das überrascht nicht, denn Roll-up- und Bolt-on-Strategien lassen sich in der eher fragmentierten CEE-Konsumgüterbranche am besten anwenden und umsetzen.
Im Technologiesektor steigt die Zahl der PE-Deals Jahr für Jahr, getragen von der zunehmenden technologischen Innovationskraft und dem Know-how, das die Region zu bieten hat.
Da sich die osteuropäischen Länder in mancher Hinsicht ähneln, fällt zudem häufig auf, dass die Expansion von einem Land ins nächste innerhalb der Region weniger einschüchternd wirkt.
Doch all diese Informationen werfen die Frage auf: Welche PE-Firmen investieren also tatsächlich in CEE?
Die aktivsten Private-Equity-Fonds in Mittel- und Osteuropa
Im Folgenden haben wir die führenden Private-Equity-Investoren der CEE-Region zusammengetragen.
| Name | Nur auf ZEE ausgerichtet? | Aktienticket, EUR M | Buyout/Wachstumskapital | Stimmrecht (Mehrheit/Minderheit) |
|---|---|---|---|---|
| Enterprise Investors | ✔ | 20-75 | Beide | Beide |
| CVC Capital | ✘ | N/M | Beide | Beide |
| BaltCap | ✔ | 1-20 | Beide | Beide |
| Abris Capital | ✔ | 30-75 | Beide | Mehrheit |
| 3TS Capital Partners | ✘ | 0.3-10 | Wachstumskapital | Beide |
| Ardian | ✘ | 1-1,500 | Beide | Beide |
| MCI Capital | ✔ | 25-100 | Beide | Beide |
| Waterland | ✔ | 2-25 | Beide | Beide |
| Warburg Pincus | ✘ | N/M | Beide | Beide |
| Innova Capital | ✔ | 25-40 | Buyout | Mehrheit |
Im vergangenen Jahrzehnt entfielen im Schnitt 28 % aller PE-Deals in CEE auf ausländische Investoren. Dieser Anteil kann je nach Marktstimmung gegenüber der Region schwanken.
Die Mehrzahl der Deals in der Region entfällt dagegen auf lokale und auf CEE spezialisierte Fondsmanager, denn sie verfügen über eine strukturierte regionale Investitionsstrategie und ein einzigartiges Gespür für die wichtigsten Akteure im CEE-Markt. Sie sind entweder auf einzelne Branchen spezialisiert oder, was häufiger vorkommt, Generalisten auf der Suche nach einem Unternehmen, das sie für lohnend halten.
Interessanterweise zeigt sich ein wachsender Trend, dass sich globale Private-Equity-Firmen mit auf CEE spezialisierten Häusern zusammentun. Für internationale Investoren ohne Erfahrung in der Region ist das ein wirksamer Weg, sich schlagartig regionale Expertise zu sichern und größere Equity-Tickets zu stemmen.
Als CEE-Investoren gelten für uns Firmen mit Sitz in Mittel- und Osteuropa, die auf Investitionen innerhalb der Region spezialisiert sind; ausländische Investoren sind dagegen global tätige Investoren ohne CEE-Fokus.
Globale Private-Equity-Firmen suchen in der CEE-Region meist nach Mittelstandsunternehmen, um die Branche entweder weiter zu konsolidieren oder mit einem Branchenführer im Ausland zusammenzuführen.
Aventis Advisors M&A-Beratung für Gründer
Für Gründer in Mittel- und Osteuropa (CEE) ist der Verkauf des eigenen Unternehmens ein bedeutender Meilenstein. Ob Sie noch Ihre Optionen ausloten oder bereits ein Private-Equity-Angebot erhalten haben: Entscheidend ist, die Konditionen zu verstehen, etwa Eigenkapitalanteil, Investitionsart und Zeitplan.
Private-Equity-Gesellschaften in der CEE-Region bieten in der Regel starke Unterstützung: Sie arbeiten mit Ihnen zusammen, statt das Ruder zu übernehmen. Doch um Ihren Exit wirklich zu maximieren, kommt es auf den richtigen Berater an. Genau hier kommen wir, Aventis Advisors, ins Spiel. Wir sind ein Polnischer M&A-Berater mit Spezialisierung auf Technologie- und Wachstumsunternehmen in ganz CEE.
Wir wissen, dass solche Entscheidungen zutiefst persönlich sind, und begleiten Sie bei jedem Schritt. Wir kennen diese Region in- und auswendig und haben Gründern wie Ihnen geholfen, ihr Unternehmen nicht nur zu verkaufen, sondern es so zu verkaufen, dass der Wert maximiert wird.
Wir haben bereits zahlreiche Deals erfolgreich begleitet, etwa den Verkauf von CKSource an einen führenden US-Investor, indem wir wettbewerbsintensive Bieterverfahren aufgesetzt haben, die den Wert in die Höhe treiben.
Wir bringen nicht nur Erfahrung mit, sondern auch den Anspruch, Ihnen zum bestmöglichen Ergebnis zu verhelfen. Wir sind mehr als Berater: Wir sind Ihre Partner, wenn es darum geht, die Zukunft zu sichern, für die Sie so hart gearbeitet haben. Kontakt und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch!

