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M&A in der Software-Branche: über 90.000 Deals zwischen 2013 und 2026

Software ist in der heutigen digitalen Welt unverzichtbar. Das Wachstum von Softwarelösungen hat einen Anstieg von Software-M&A ausgelöst, mit über 90.000 abgeschlossenen Deals von 2013 bis August 2026.

Filip Drazdou
Veröffentlicht am 5. September 2026 · 12 Min. Lesezeit · Auf LinkedIn vernetzen

In der heutigen, digital geprägten Welt kommt Software eine Schlüsselrolle zu: Sie formt Unternehmen, verändert ganze Branchen und revolutioniert, wie wir leben und arbeiten. Getrieben von Innovation, neuen Technologien und sich wandelnden Kundenbedürfnissen ist die Software-Branche exponentiell gewachsen. In diesem dynamischen Umfeld haben sich Fusionen und Übernahmen (M&A) zu einem strategischen Hebel entwickelt, mit dem Unternehmen ihre Marktposition stärken, ihr Angebot erweitern und das enorme Potenzial des Software-Sektors ausschöpfen.

Dieser Blogbeitrag untersucht, warum Softwareakteure M&A-Aktivitäten durchführenbetreiben. Anschließend beleuchten wir die M&A-Landschaft der Software-Branche und liefern eine eingehende Analyse der Trends bei Deal-Volumina, geografischer Verteilung, Bewertungsmultiplikatoren und weiteren wesentlichen Faktoren.

Warum betreiben Software-Unternehmen M&A?

Je nach Käufer werden Software-Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Gründen übernommen. Zu den typischen Beweggründen für die Übernahme eines Zielunternehmens in dieser Branche zählen:

  • Technologie, Produkte und Engineering-Talente hinzugewinnen, um die eigenen Fähigkeiten auszubauen und nach abgeschlossener Post-Merger-Integration operative Synergien zu heben.
  • Die Marktposition festigen, in neue Märkte expandieren und den Kundenstamm vergrößern, indem Unternehmen mit ergänzenden Produkten übernommen werden.
  • Ein breiteres Produkt- und Leistungsspektrum anbieten, indem Unternehmen in angrenzenden Bereichen übernommen und direkter Zugang zu wertvollem IP, patentierten Technologien und Urheberrechten gewonnen wird.
  • Weiterhin rasch wachsen, und zwar durch Zukäufe statt allein durch organisches Wachstum.

M&A in Software: Überblick über die M&A-Landschaft

Um die M&A-Aktivität in der Branche umfassend zu erfassen, haben wir mehr als 90.000 globale Software-Transaktionen (M&A) von 2013 bis August 2026 ausgewertet. Unsere Analyse deckt mehrere Felder ab, darunter regionale Verschiebungen im Deal-Volumen, das Verhältnis von finanziellen zu strategischen Übernahmen, mediane Bewertungsmultiplikatoren und mehr.

Gesamte Dealvolumina

M&A in der Software: Gesamte Dealvolumina, 2013 – Aug. 2026

Quelle:Mergermarket11,6% CAR1,5181,7551,8681,9302,2672,8703,2503,2394,1483,8633,0703,5063,8922,3357278891,0161,2671,4262,0052,5632,8683,3273,0142,9093,6643,5261,9004745997768379191,3091,4471,4722,1973,0672,4802,7402,7591,5882,7193,2433,6604,0344,6126,1847,2607,5799,6729,9448,4599,91010,1775,8232013201420152016201720182019202020212022202320242025Stand Aug.2026NordamerikaEuropaRest der WeltGesamt11.6%CAGR

Die Deal-Volumen liegen wieder auf Rekordniveau, während die Bewertungen deutlich unter dem Niveau des letzten Zyklus verharren. Die anhaltende Innovation in Bereichen wie Cloud Computing, Dateninfrastruktur und künstlicher Intelligenz lässt erwarten, dass sich der Sektor weiterhin rasch verändern wird. Da neue Technologien entstehen und transformative Geschäftsmodelle ermöglichen, dürfte das Dealmaking in der Software-Branche langfristig lebhaft bleiben.

M&A-Transaktionen im Software-Markt wuchsen von 2013 bis 2025 mit 11,6 % CAGR, wobei sich das jährliche Deal-Volumen von 2.719 auf einen Rekordwert von 10.177 nahezu vervierfachte. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten die beschleunigte digitale Transformation, ein günstiges Marktumfeld mit reichlich Kapital, das wachsende Interesse von Finanzinvestoren und ein allgemeiner Anstieg der Zahl an Software-Produkten, insbesondere SaaS, und damit potenzieller Zielunternehmen.

Die Branche blieb von der anschließenden Abkühlung nicht verschont. Angesichts steigender Zinsen, der Inflation, des Kriegs in der Ukraine und der Chipknappheit stagnierte das Wachstum 2022 bei 9.944 Deals; 2023 fielen die Volumina dann um 14,9 % auf 8.459, begleitet von umfangreichen Stellenstreichungen in der Tech-Branche. Die Erholung kam schnell: 2024 stiegen die Volumina wieder auf 9.910 Deals und 2025 auf einen neuen Rekord von 10.177. Bis August 2026 verzeichnet der Markt 5.823 Deals und liegt damit leicht unter dem Tempo von 2025 – wobei sich die jüngsten Monate erfahrungsgemäß noch auffüllen, sobald weitere Transaktionen gemeldet werden.

M&A-Aktivität nach Land

Wenig überraschend verzeichneten die USA zwischen 2013 und August 2026 die meisten Software-Fusionen und -Übernahmen, denn sie sind das dominierende Tech-Zentrum und Heimat großer Finanzinvestoren wie Venture-Capital- und Private-Equity-Firmen. Insgesamt kamen die USA auf 36.349 Deals, mit stetigem jährlichem Zuwachs bis zum Höchststand von 3.789 im Jahr 2021; 2025 folgte mit 3.625 knapp dahinter.

Als größte europäische Volkswirtschaften schnitten auch Großbritannien, Deutschland und Frankreich bemerkenswert gut ab und entfielen zusammen auf 51,0 % der europäischen Software-Übernahmen. Auch die nordischen Länder Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen stießen auf erhebliches M&A-Interesse und kamen zusammen auf 5.053 Deals. Europa hat den Abstand zu Nordamerika über den Zeitraum stetig verringert und verzeichnete 2024 erstmals mehr Software-Deals als Nordamerika: 3.664 gegenüber 3.506.

Daneben stachen auch Japan, China, Indien und Israel beim Deal-Volumen hervor, gestützt auf Spitzentechnologien und einen großen Talentpool. Japan ist in unseren Daten inzwischen der größte asiatische Markt mit 5.787 Deals, vor China mit 4.083 und Indien mit 2.524.

M&A in der Software: Deals nach Zielland, 2013 – Aug. 2026

Quelle:MergermarketNordamerikaEuropaAsienRest der WeltUSA 36.349Kanada 2.981Großbritannien 7.415Deutschland 4.739Frankreich 3.723Niederlande 1.907Schweden 1.759Spanien 1.332Dänemark1,255Italien 1.247Norwegen 1.079Schweiz1,050Finnland 960Irland760Belgien 720Österreich535Sonstige 2.646Japan 5.787China 4.083Indien 2.524Israel 1.897Südkorea1,077Singapur 886Andere1,285Australien1,741Brasilien 1.665Sonstige 1.693

Finanzielle vs. strategische Käufer

Übernahmen durch finanzielle Käufer wie Venture-Capital- und Private-Equity-Firmen nehmen seit 2015 stetig zu und machen seit 2020 in jedem Jahr mehr als die Hälfte aller Software-Deals aus. Ihr Anteil erreichte 2022 mit 55,0 % seinen Höchststand und ist bis August 2026 auf 50,1 % zurückgegangen. Finanzinvestoren haben aus mehreren zentralen Gründen einen ausgeprägten Appetit auf Tech- und Software-Unternehmen entwickelt, darunter:

  • Hohes Wachstumspotenzial: Software-Unternehmen lassen sich rasch skalieren, da sich ihre Produkte digital mühelos vervielfältigen lassen.
  • Kapitaleffizienz: Software-Unternehmen erfordern im Vergleich zu anderen Branchen relativ geringe Investitionen und liefern so besseren cash flow und höhere Kapitalrenditen.
  • Wiederkehrende Umsätze: Zielunternehmen mit einem Software-as-a-Service-Modell erwirtschaften planbare, wiederkehrende Umsätze und damit stabilere cash flows.
  • Bündelungs- und Upselling-Potenzial: Zusätzliche Produkte und Funktionen lassen sich bündeln und an den bestehenden Kundenstamm verkaufen, sodass Wachstum aus bestehenden Kundenbeziehungen entsteht.
  • Potenzial zur Disruption ganzer Branchen: Manche Unternehmen können traditionelle Branchen umwälzen und eröffnen damit exponentielle Wachstumschancen.

M&A in der Software: Strategische versus finanzielle Übernahmen, 2013 – Aug. 2026

Quelle:Mergermarket11,6% CAR1,5321,9572,2242,4482,6823,2793,7073,4654,5774,4793,8754,7505,0702,9051,1871,2861,4361,5861,9302,9053,5534,1145,0955,4654,5845,1605,1072,91843.7%39.7%39.2%39.3%41.8%47.0%48.9%54.3%52.7%55.0%54.2%52.1%50.2%50.1%0%10%20%30%40%50%60%70%0200040006000800010000120002013201420152016201720182019202020212022202320242025Stand Aug.2026StrategischFinanzen% der finanziellen

Da Nordamerika ein führendes Zentrum für Technologie und privates Kapital ist, überrascht es nicht, dass diese Region den höchsten Anteil finanzieller Übernahmen von Software-Unternehmen verzeichnete. Finanzielle Deals erreichten dort 2022 mit 62,0 % ihren Höchststand und gehen seither jedes Jahr zurück, bis August 2026 auf 51,8 %. Europa liegt durchgängig niedriger, 2026 bislang bei 45,8 %, während der Rest der Welt mit 52,8 % dazwischen liegt.

M&A in der Software: % finanzieller Übernahmen, 2013 – Aug. 2026

Quelle:Mergermarket11,6% CAR49%45%43%43%45%49%50%55%56%62%60%56%53%52%37%33%37%38%41%46%49%52%47%46%49%46%44%46%38%34%34%34%36%45%46%56%55%55%53%55%54%53%0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100%2013201420152016201720182019202020212022202320242025Stand Aug. 2026NordamerikaEuropaRest der Welt

Grenzüberschreitende Aktivität

Grenzüberschreitende Fusionen und Übernahmen machten von 2013 bis 2020 rund 32 % der globalen Software-Deals aus, ehe die Aktivität 2021 auf einen Höchststand von 36,7 % sprang. Der leichte Zugang zu Kapital in dieser Zeit erlaubte es Käufern, grenzüberschreitende Ziele aggressiver zu verfolgen. Als sich das Marktumfeld eintrübte, fiel die Neigung zu grenzüberschreitenden Deals 2023 auf 32,9 % zurück und hat sich seither über 2024, 2025 und die ersten acht Monate 2026 in einem engen Band zwischen 33 % und 35 % eingependelt – geringfügig über dem Niveau vor der Pandemie.

Interessanterweise zeigten sich strategische Käufer in der Vergangenheit offener für grenzüberschreitende Deals als finanzielle Käufer. Von 2013 bis 2020 entfielen rund 34 % der strategischen Übernahmen weltweit auf grenzüberschreitende Transaktionen, während der entsprechende Anteil bei finanziellen Käufern um die 29 % pendelte. Ein günstiges Marktumfeld beflügelte 2021 und 2022 vorübergehend die internationale Risikobereitschaft beider Gruppen, und der Abstand hat sich seither verringert, da finanzielle Käufer internationaler geworden sind. Bis August 2026 liegen beide bei 35,1 % beziehungsweise 31,2 %.

M&A in der Software: Inländisch vs. grenzüberschreitend, 2013 – Aug. 2026

Quelle:Mergermarket1,9432,1932,5162,7173,0194,2064,9685,0656,1276,3795,6736,4526,6763,8947761,0501,1441,3171,5931,9782,2922,5143,5453,5652,7863,4583,5011,92929%32%31%33%35%32%32%33%37%36%33%35%34%33%0%5%10%15%20%25%30%35%40%0200040006000800010000120002013201420152016201720182019202020212022202320242025Stand Aug. 2026InlandGrenzüberschreitend% grenzüberschreitend

Aktivste Käufer

The most active software company acquirers globally represent a mix of strategic players and financial buyers, though U.S.-based entities dominate the top ranks. Insight Partners, a leading venture capital and private equity firm took the top spot with 219 deals over the period analyzed. Norway’s Visma, a software consolidator, came in second with 171 deals. Microsoft followed closely behind with 152 acquisitions aimed at expanding its technology stack. 

Beim medianen Deal-Wert verzeichneten die Private-Equity-Firmen Thoma Bravo und Vista Equity Partners die höchsten Werte. Die größte Software-Übernahme von Thoma Bravo ist das Take-private von Dayforce für 10,8 Mrd. EUR im Jahr 2025, vor Anaplan mit 9,3 Mrd. EUR im Jahr 2022. Die ebenfalls im Private Equity tätige Vista Equity Partners, bekannt für das Bündeln von Vertical-Market-Software-Unternehmen, nahm Citrix 2022 gemeinsam mit Elliotts Evergreen Coast Capital für 14,9 Mrd. EUR von der Börse und erwarb im selben Jahr den Steuerautomatisierungsanbieter Avalara für 8,6 Mrd. EUR – ihren größten Software-Deal im Alleingang.

M&A in Software: Aktivste Käufer, 2013 – 1H 2023

Quelle: Mergermarket Käufer Dealanzahl Land Akquisitionstyp Median Transaktionswert (Mio. EUR) 219 Finanzen 32.6 171 Strategisch 75.0 152 Strategisch 160.6 124 Strategisch 77.7 121 Finanzen 1,520.4 117 Finanzen 641.1 110 Finanzen 39.8 97 Strategisch 264.9 97 Finanzen 10.0 88 Strategisch 603.3

M&A in Software: Überblick über die M&A-Finanzkennzahlen

Median-Dealwert

Von 2013 bis 2020 lag der mediane Wert von Software-Deals stabil bei rund 14 Mio. EUR. Das änderte sich in den Pandemiejahren 2021 und 2022, als leichte Finanzierungsbedingungen und eine optimistische Stimmung den Median auf 26,6 Mio. EUR trieben. Anschließend fiel er 2023 auf 10,9 Mio. EUR zurück, den niedrigsten Wert des gesamten Zeitraums, bevor er wieder auf 17,1 Mio. EUR im Jahr 2024, 21,1 Mio. EUR im Jahr 2025 und 25,2 Mio. EUR bis August 2026 kletterte – in Reichweite des Höchststands von 2021.

Strategische Käufer realisierten in den meisten Jahren des ersten Jahrzehnts des Zeitraums größere mediane Deal-Größen als finanzielle Käufer, mit den größten Abständen 2013 und 2014 sowie erneut 2020 und 2023. Dieses Muster hat sich seither umgekehrt. Finanzielle Käufer weisen seit 2021 in jedem Jahr außer 2023 den höheren Median aus und liegen bis August 2026 bei 25,5 Mio. EUR gegenüber 22,2 Mio. EUR bei strategischen Käufern. Die Unterschiede spiegeln möglicherweise strategische Käuferan den Tag legen, wenn sie höhere Bewertungen für Deals zahlen, die erhebliche Kostenersparnisse oder Synergien beim Umsatzwachstum versprechen.

M&A in der Software: medianer Deal-Wert, 2013 – Aug. 2026

Quelle:Mergermarket9.212.217.615.916.213.612.311.426.519.010.917.121.125.225.522.22013201420152016201720182019202020212022202320242025Stand Aug.2026Median-Transaktionswert (Mio. EUR)Median (finanziell)Median (strategisch)

Median-Bewertungsmultiplikatoren

Sowohl die Umsatz- als auch die EBITDA-Multiples bei Software-M&A-Transaktionen waren in der ersten Hälfte des Zeitraums relativ stabil. Der Umsatzmultiplikator bewegte sich um 3,0x, während der EBITDA-Multiple von rund 11,5x im Jahr 2013 ab 2015 in eine Spanne von 15x bis 17x stieg – bis zum Ausnahmejahr 2021, als die Bewertungen angesichts hektischer Deal-Aktivität und ausgeprägter Risikofreude auf 4,0x Umsatz und ein Jahr später auf 19,3x EBITDA hochschnellten. Danach fielen die Multiples deutlich. Die EBITDA-Multiples haben sich bis August 2026 auf 14,1x erholt und liegen damit nahe ihrem Vor-Pandemie-Niveau, die Umsatzmultiples sind jedoch nicht gefolgt. Mit 1,9x liegen sie weiterhin rund ein Drittel unter ihrem Niveau vor der Pandemie – das deutlichste Zeichen dafür, dass Käufer nicht mehr allein für Wachstum zahlen.

M&A in der Software: Bewertungsmultiplikatoren (Median), 2013 – Aug. 2026

Quelle:Mergermarket2,2x2,8x3,0x3,3x2,7x3,3x3,1x3,2x4,0x4,0x1,7x1,9x2,4x1,9x11,5x11,7x15,4x14,9x17,2x16,4x16,5x16,4x16,9x19,3x13,8x14,1x15,8x14,1x2013201420152016201720182019202020212022202320242025Stand Aug.2026Medianer Umsatz-MultipleMedianer EBITDA-Multiple

Software-M&A-Ausblick 2026

Die Deal-Volumen haben sich vollständig von der Flaute des Jahres 2023 erholt. 2024 und 2025 wurden Rekorde aufgestellt, und die ersten acht Monate 2026 lagen nur leicht unter diesem Tempo. Die Bewertungen sind den Volumina nicht gefolgt. Die Umsatzmultiples liegen weiterhin rund ein Drittel unter ihrem Vor-Pandemie-Niveau, und Käufer bewerten Software-Assets weiterhin nach nachgewiesener Profitabilität statt allein nach Wachstum. Das Ergebnis ist ein lebhafter Markt zu nüchterneren Preisen, in dem die Qualität des Umsatzes entscheidet, welche Assets einen Käufer finden und welche nicht. Auch Aktien sind eine härtere Währung als im letzten Zyklus, sodass Barkomponenten und strukturierte Earn-outs mehr Gewicht tragen.

Zugleich haben Private-Equity-Investoren bleiben der Motor dieses Marktes. Finanzielle Käufer haben seit 2020 in jedem Jahr mehr als die Hälfte aller Software-Deals ausgemacht, und Take-privates wurden in großem Umfang fortgesetzt – von Citrix und Anaplan 2022 bis hin zu Dayforce 2025. Wir erwarten eine Fortsetzung des Private-Equity-Dealmakings, wenn auch mit verschärfter Prüfung von Geschäftsmodellen und Profitabilität. Da der IPO-Exit für die meisten Software-Unternehmen weiterhin eng ist, setzen Sponsoren stärker auf Verkäufe an andere Sponsoren und auf Bolt-ons für bestehende Plattformen – und genau dort liegt inzwischen ein Großteil der Deal-Anzahl.

Künstliche Intelligenz zieht sich durch all das hindurch. Sie verändert, was Käufer zu unterschreiben bereit sind, denn die erste Frage zu jedem Software-Asset lautet heute, wie viel von seinem Vorteil den Kontakt mit leistungsfähigen Modellen überlebt. Proprietäre Daten, tiefe Workflow-Integration und echte Wechselkosten verteidigen eine Bewertung nach wie vor. Ein Funktionsumfang, den ein kompetentes Team auf einem Foundation Model nachbauen könnte, tut das nicht. KI bindet zudem einen ungewöhnlich hohen Anteil des für den Sektor verfügbaren Kapitals, überwiegend konzentriert auf der Modell- und Infrastrukturebene, und dieses Kapital konkurriert mit klassischem Software-M&A um Geld wie um Aufmerksamkeit. Für Eigentümer ist die praktische Folge ein Markt, der lebhaft, aber selektiv ist – und in dem eine KI-Story, die an ein Unternehmen geheftet wird, geprüft statt für bare Münze genommen wird.

Langfristiger M&A-Ausblick für die Software-Branche

Wenn eine technologische Phase endet, beginnt eine neue. Dieser kommende Zyklus wird seine eigene Geschichte, seine eigenen Modewörter und seine eigenen Gewinner haben. Treiber dieses Wandels ist der rasante Fortschritt der Künstlichen Intelligenz. Auf diesen Technologien entsteht eine neue Generation von Unternehmen, und das Kapital, das ihnen nachjagt, wird vorerst dem übrigen Software-Markt entzogen. Die Frage der nächsten Jahre lautet, wie weit dieses Kapital im Stack nach unten wandert – von den Modellbauern in die Anwendungs- und Service-Schicht, in der die meisten Software-Unternehmen tatsächlich arbeiten.

Auch wenn es eine ganze Weile dauern dürfte, wieder an die Höchstbewertungen von 2021 heranzureichen, wird das Interesse an neuen Technologien nie versiegen. Der Software-Sektor bleibt daher einer der angesehensten und höchstbewerteten Bereiche überhaupt.

Warum Sie einen Software-M&A-Berater brauchen

Die Beobachtung von Software-Bewertungen und M&A -Aktivität liefert wertvolle Einblicke in Markttrends und hilft Ihnen, den richtigen Zeitpunkt für Ihre Exit-Strategie zu treffen. Doch der Weg jedes Unternehmens und jedes Gründers ist einzigartig. Deshalb ist es entscheidend, den fachkundigen Rat von M&A-Profis zu suchen, insbesondere von solchen mit Spezialisierung auf Software.

Software-M&A-Berater verfügen über die Expertise, die Marktdynamik zu navigieren, Bewertungen einzuschätzen und alle erforderlichen Arbeitsstränge zu steuern. Während Sie sich auf die Führung Ihres Unternehmens konzentrieren, sorgen sie dafür, dass jedes Detail sorgfältig behandelt wird, und arbeiten auf den bestmöglichen Deal hin. Ihr Erfolg ist an Ihren geknüpft, und ihr Einfluss auf den endgültigen Verkaufspreis kann beträchtlich sein.

Über Aventis Advisors

Aventis Advisors ist ein M&A-Berater für Software-Unternehmen. Wir sind überzeugt, dass die Welt mit weniger (aber qualitativ besseren) M&A-Deals besser dran wäre, die zum richtigen Zeitpunkt für das Unternehmen und seine Eigentümer abgeschlossen werden. Unser Ziel ist eine ehrliche, erkenntnisgetriebene Beratung, die unseren Kunden alle Optionen klar darlegt, einschließlich der, den Status quo beizubehalten.

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Filip Drazdou

Director

Als Director bei Aventis Advisors begleite ich mit Leidenschaft Gründer und Investoren bei M&A-Transaktionen, mit besonderem Fokus auf den Technologiesektor. Dabei arbeite ich mit Technologieführern aus aller Welt zusammen. Ich trage zur Tech-Community bei, indem ich Inhalte über Bewertungen in SaaS, Software und IT-Services teile.

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