In den letzten zwei Jahren ist KI zur meistdiskutierten Technologie der Welt geworden. KI-native Produkte revolutionieren, wie wir Dinge erledigen, im Privatleben ebenso wie in Unternehmen.
Mit der Einführung bahnbrechender LLM-Modelle wie ChatGPT entstanden immer mehr KI-Start-ups. Das beflügelte venture-capital-Gesellschaften, die ihre Investitionen in KI-Unternehmen hochfuhren, angezogen vom hohen Wachstumspotenzial der Branche.
Angesichts der rasanten Ausbreitung von KI springen Unternehmen auf den KI-Zug auf, um sich den Vorteil des First Movers zu sichern. Microsoft gehörte zu den ersten großen Tech-Konzernen, die 2023 eine Investition von 10 Mrd. USD in OpenAI ankündigten.
Während Konzerne wie Microsoft und Amazon bereits erheblich in diesem Feld investiert haben, beobachten wir nun eine wachsende Zahl von Firmen, die KI-Unternehmen übernehmen, um ihren Vorsprung im KI-Rennen zu behaupten.
Diese Analyse untersucht die M&A-Aktivität in der KI-Branche und ergänzt unsere Untersuchung der KI-Bewertungsmultiplikatoren sowie der strategischen Beweggründe hinter KI-M&A-Deals und liefert uns damit tiefere Einblicke in die Faktoren hinter den Bewertungen und in die Gesamtentwicklung der KI-Branche.
Methodik
Unsere Analyse stützt sich auf Daten von Mergermarket. Wir haben über 1.100 Deals exportiert und diese anschließend anhand der folgenden Kriterien geprüft:
- M&A-Buyouts: Wir klammern Finanzierungsrunden aus und konzentrieren uns stattdessen auf Mehrheitsübernahmen oder Buyouts, die entweder strategische Erwägungen oder finanzielle Interessen widerspiegeln.
- KI-Unternehmen: Wir haben ausschließlich Unternehmen mit einem KI-Kerngeschäft ausgewählt und jene ausgeschlossen, die vorrangig herkömmliche IT-Dienstleistungen anbieten oder außerhalb des KI-Sektors liegen.
- Zeitraum: Unser Analysezeitraum beginnt im November 2022, unmittelbar nach dem Start von ChatGPT, denn dieser Zeitpunkt markierte einen entscheidenden Durchbruch bei den KI-Fähigkeiten
M&A in KI - M&A-Deals insgesamt
KI-fokussierte M&A-Deals werden zu einem festen Bestandteil des Tech-Sektors. Im Monat nach dem Start von ChatGPT wurden 17 neue KI-fokussierte Übernahmen abgeschlossen.
2023 war ein starkes Jahr für KI-M&A-Deals: 271 Deals kamen zum Abschluss, und auch 2024 verliert nicht an Tempo. Für dieses Jahr werden 326 KI-Deals erwartet, ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorjahr.
Unternehmen erkennen zunehmend die Synergien, die entstehen, wenn sie KI-Fähigkeiten erwerben und in ihre bestehenden Produkte integrieren. Ein aktuelles Beispiel ist die Übernahme von Materia durch Thomson Reuters, eines KI-Start-ups für die Bereiche Steuern, Wirtschaftsprüfung und Buchhaltung.
Bei Aventis Advisorsrechnen wir für 2024 mit einem Wachstum der KI-Deals von 32 % gegenüber 2023.
M&A in KI - nach Investorentyp
Der Anstieg der KI-Übernahmen speist sich sowohl aus strategischen als auch aus finanziellen Beweggründen. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre entfielen 30 % aller M&A-Deals im KI-Bereich auf Finanzinvestoren.
Finanzinvestoren (private equity und venture capital) treibt in erster Linie das Wachstumspotenzial und die finanzielle Rendite an, die KI-Unternehmen bieten können, während strategische Investoren KI-Technologien in ihre Abläufe integrieren wollen, um Synergien zu heben und ihr Produktangebot zu stärken
Solche Übernahmen durch strategische Käufer zielen oft darauf ab, sich Zugang zu wertvollem geistigem Eigentum, KI-Algorithmen oder einzigartigen Technologien zu verschaffen, die die Marktposition eines Unternehmens stärken.
M&A im Bereich Künstliche Intelligenz - nach Land des Käufers
Die M&A-Aktivität im KI-Bereich ging vor allem von Käufern aus den Vereinigten Staaten und Japan aus, wobei die USA mit deutlichem Abstand führen: Auf sie entfielen im Betrachtungszeitraum fast 38 % der weltweiten KI-Übernahmen. Die USA bleiben die treibende Kraft des KI-Wachstums und beheimaten die größten Tech-Konzerne und KI-Innovatoren.
Japan folgt dicht dahinter, mit einem starken Fokus auf Computersoftware und KI-gestützte Lösungen, insbesondere in der Robotik und Automatisierung. Auch das Vereinigte Königreich rangiert weit oben unter den Käuferländern, mit wachsenden Investitionen in KI-Technologien sowohl vonseiten der Tech-Unternehmen als auch der Finanzinvestoren.
Auch andere Länder wie Deutschland, die Niederlande, Kanada und Indien haben sich zu wichtigen Akteuren der globalen KI-M&A-Landschaft entwickelt, wenn auch in kleinerem Maßstab.
M&A in KI - nach Zielland
Bei den Zielländern führen die USA die KI-M&A-Aktivität an und ziehen dank ihrer fortschrittlichen KI-Infrastruktur und ihres Ökosystems die meisten Übernahmen auf sich. Japan bleibt ein zentraler Anlaufpunkt für Käufer wie Investoren, die ihr KI-Portfolio ausbauen wollen.
Auch das Vereinigte Königreich, Frankreich und Kanada zählen zu den bevorzugten Zielen für KI-Investitionen, mit wachsendem Interesse an Feldern wie Datenanalyse und maschinellem Lernen. Darüber hinaus gewinnen Länder wie Indien, Deutschland, China und Israel als KI-Entwicklungszentren zunehmend an Bedeutung: Sie bieten wachstumsstarke Chancen und einen tiefen Talentpool, der internationale Käufer anzieht.
Strategische Begründung für KI-Akquisitionen
Das rasante Wachstum KI-getriebener Deals speist sich maßgeblich aus der Expansion des Markts für KI-Technologie. Lösungen wie Datenanalyse, Automatisierung, Sprachverarbeitung und generative KI sind branchenübergreifend zu zentralen Treibern der Wertschöpfung geworden.
Technologieunternehmen stehen nun vor einer entscheidenden Wahl: sich durch die Integration von KI anzupassen oder in Kauf zu nehmen, hinter jene Wettbewerber zurückzufallen, die mit KI ihre Kosten senken, ihre Effizienz steigern und ihre Abläufe verschlanken.
Manche Unternehmen mögen sich dafür entscheiden, eigene Teams für maßgeschneiderte Lösungen aufzubauen. Oft ist es jedoch die wirksamere Strategie, Firmen mit einsatzbereiten KI-Technologien zu übernehmen.
KI-Übernahmen beschränken sich nicht auf Technologiefirmen. Zunehmend schließen auch Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Deals ab, um sich KI-Fähigkeiten zunutze zu machen: So können sie wiederkehrende Aufgaben beschleunigen, Kosten senken und die Genauigkeit erhöhen, häufig zulasten von Positionen für Nachwuchskräfte.
Dieser Wandel steigert die operative Effizienz und versetzt Unternehmen in die Lage, fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Warum Sie für Ihr KI-Unternehmen einen Technologie-M&A-Berater brauchen
Wer KI-Bewertungen und die Transaktionsaktivität im Blick behält, gewinnt wertvolle Einblicke in Markttrends und kann den Zeitpunkt seines Exits klug wählen. Doch jedes Unternehmen ist einzigartig, so wie auch der Weg jedes Gründers einzigartig ist. Deshalb ist es entscheidend, sich von Experten im M&A-Bereich beraten zu lassen, insbesondere von M&A-Beratern, die auf den Technologiesektor spezialisiert sind und Ihre konkrete Lage verstehen.
Technologie-M&A-Berater verfügen über tiefgreifendes Wissen über die Marktdynamik, Bewertungsmethoden und die Feinheiten des M&A-Prozesses. Während Sie sich auf die Führung Ihres Unternehmens konzentrieren, achten Berater gewissenhaft darauf, dass jedes Detail berücksichtigt wird, und setzen sich in Ihrem Sinne für den bestmöglichen Deal ein. Der Technologie- M&A-Berater Erfolg ist mit Ihrem verflochten, und ihre Expertise kann den endgültigen Verkaufspreis oft erheblich beeinflussen.
Über Aventis Advisors
Aventis Advisors ist ein M&A-Berater mit Fokus auf Technologie- und Wachstumsunternehmen. Wir sind überzeugt, dass die Welt mit weniger (aber qualitativ besseren) M&A-Deals besser dran wäre, die zum richtigen Zeitpunkt für das Unternehmen und seine Eigentümer abgeschlossen werden. Unser Ziel ist eine ehrliche, erkenntnisgetriebene Beratung, die unseren Kunden alle Optionen klar aufzeigt, einschließlich der, den Status quo zu wahren.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf um zu besprechen, wie viel Ihr Unternehmen wert sein könnte und wie Sie die Bewertung maximieren.

